Willkommen beim Centro Educativo Comunitario Yampuc

In San Pedro Ayampuc, einem Dorf rund 25 km nördlich der Hauptstadt Guatemala Ciudad, ermöglicht das Centro Educativo Comunitario Yampú (CEY) seit 1990 allen Kindern Zugang zur Schulbildung. Bereits die Gründer, eine Mayalehrerin und ein Schweizer, definierten das CEY als Mayaschule, die die Tradition der Urbevölkerung Guatemalas bewusst pflegt und fördert. 

GENERALVERSAMMLUNG 2022

An der Generalversammlung des ProCEY haben wir Ihnen einige Passagen von Daniel Barczays spannendem Bericht über die Gründung des CEY vorgetragen. Falls Sie nicht dabei sein konnten oder nochmals reinhören möchten, finden Sie hier eine Aufnahme davon. Die Bilder sind Archivfotos aus den Anfängen der Schule.

RUNDBRIEF VOM CENTRO EDUCATIVO YAMPÚ

San Pedro Ayampuc und Basel, Juni 2022

Vor einem Jahr haben wir an dieser Stelle von unserem digitalen Treffen mit Lehrpersonen und Schulleitungsmitgliedern aus dem CEY berichtet. In diesem Zoom-Meeting wurde uns eindrücklich geschildert, wie das Centro Educativo mit den restriktiven Massnahmen, die die guatemaltekische Regierung in der Pandemiesituation verordnet hatte, umgegangen ist. Nach einer langen Zeit, in der kein Präsenzunterricht an Schulen stattfinden durfte und die Lehrpersonen mit enormem Aufwand und Einfallsreichtum versuchten, trotz allem die Schule zu den Kindern zu bringen, wurde nun anfangs 2022 endlich auch in San Pedro wieder Unterricht vor Ort möglich. Flory Ascuc, die Schulleiterin der Sekundarschule, und Fernando Alonzo Umul, der Schulleiter der Primarschule, berichten uns im aktuellen Informe spürbar erleichtert und optimistisch von der Wiederaufnahme des Schulbetriebs in den Räumlichkeiten des Centro Educativo Comuni- tario Yampuc in San Pedro.

La vuelta al CEY con mucha esperanza

In den ersten Januartagen hat uns die Nachricht aus
dem
Ministerio de Educación erreicht, wir dürften den
Unterricht am CEY wieder aufnehmen! Vorerst sind
erst Halbklassen in den Räumen zulässig, aber, wie
auch immer, dass wir die Schülerinnen und Schüler
wieder regelmässig hier in unserer schönen Schule
sehen können, erfüllt uns mit viel Freude und Hoffnung.
Sogleich haben wir alle Hebel in Bewegung gesetzt
und die nötigen Schritte unternommen, dass wir bald
mit dem neuen Schuljahr starten konnten. 
Mit der Hilfe eines Schreiners aus San Pedro haben Lehrpersonen angepackt bei der Renovation der Schreibtische und Stühle, es wurde geschliffen, geflickt, gemalt und ge- putzt. 

Bald wurde ein Elternabend durchgeführt, an dem den Müttern und Vätern unserer neuen Erstklässlerinnen und Erstklässler die Lehrpersonen vorgestellt wurden. Auch wurden sie mit den Regeln und Gepflogenheiten un- serer Schule vertraut gemacht. 

Dank dem wir dieses Jahr wieder eine Unterstützung der Vereinigung der Mayaschulen zugesprochen bekommen hatten, konnten wir die ärmeren Familien mit den nötigsten Schulbüchern, mit Heften und Schreibmaterial versorgen. Das Treffen mit den Eltern gab uns allen viel Energie und Zuversicht, dass ein gu- tes Jahr bevorsteht, dass unser Neustart wieder mit einem Jahrgang mit neuen, motivierten Schülerinnen und Schülern beginnen kann und dass wir wieder auf die Unterstützung und den guten Kontakt mit den Eltern vertrauen können.

Reincio de cursos de marimba y de computación

Mit dem Start des Schuljahres waren auch endlich wieder Marimbatöne zu hören im CEY. Eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern aus den 3. bis 6. Klassen lernt und probt nun wieder regelmässig mit ihrem Lehrer Álvaro René Panteul Solomán.

So wird dieses traditionelle Instrument der Maya, das mit tecomates (Flaschenkürbissen) als Klangkörper gebaut wird, nun auch wieder öfter an unseren Schulfeiern und -zeremonien zu hören sein.

KAJI‘ TIJAX: la energía del edificio de primaria

Vor wenigen Tagen, am 10. Juni, haben wir den Nawal KAJI‘ TIJAX (bedeutet: 4 / Feuerstein), den Schutzgeist un- seres Primarschulhauses, gefeiert. Vor 32 Jahren ist unsere Schule unter diesem Nawal gegründet worden!* Mit einer traditionellen Zeremonie haben wir nach Maya Art dem Na- wal geopfert und dabei mit viel Dankbarkeit an das viele Gute gedacht, das in diesem Schulhaus entstehen durfte.


Nebst den Marimbastunden sind wir auch sehr froh, dass der Informatikunterricht wieder aufgenommen werden konnte. Die Zeit während des Fernunterrichts hat deutlich gezeigt, dass der Umgang mit dem Computer und den neuen Medien immer wichtiger wird. Umso mehr, da wir hier in San Pedro nicht über grosse Bibliotheken verfügen und sonst kaum direkten Zugang zu politischen Neuigkeiten und zum kul- turellen Leben ausserhalb Guatemalas haben. Das Internet und die Möglichkeit, mit anderen Leuten auf der Welt in Kontakt zu treten, sind für uns wichtige Chancen, die wir, so gut es geht, nutzen möchten.

Gerne möchten wir Sie, liebe Spenderinnen und Spender, in diesen Dank miteinschliessen. Ihre Unterstützung ist so wichtig für den Fortbestand dieser Schule. Wir danken Ihnen von ganzem Herzen für Ihre Grosszügigkeit und schicken Ihnen liebe Grüsse aus Guatemala! ¡Muchas gracias!

Flory Ascuc (Rektorin Sekundarschule) und Fernando Alonzo Umul (Rektor Primarschule)

Voranzeige:

Am 27. August ist ProCEY mit einem Stand am Arlesheimer Flohmarkt (1); am 12. oder 24. September verkaufen wir am Barfi in Basel Kuchen und Karten (2).
→ Für Mithilfe: bitte Mail an (1) <stephane@zirkeltanz.com> resp. (2) <crismueh@gmx.ch>

Am 25. Oktober sind wir am Bottmiger Wuchemärt mit Kuchen und Suppe.

Mitglieder aus der Region Basel erhalten kurzfristig noch einen Reminder per e-Mail.

Herausgeber: ProCEY, 4104 Oberwil; http://www.ceyampu.org
Redaktion: Barbara von Wartburg, Layout und Druck: Hansueli Wittlin.
Spendenkonto: Raiffeisenbank Leimental, 4104 Oberwil; IBAN CH07 8080 8002 0365 1478 4